Der neue Energieplan in Turbenthal
Turbenthal aktualisiert seine Energieplanung -
Von 13 auf 23 Wärmeverbunde: Die erneuerbare Wärmeversorgung entwickelt sich weiter
Die bisherige Energieplanung der Gemeinde Turbenthal stammte aus dem Jahr 2014 und entsprach nicht mehr den aktuellen Verhältnissen. Der Gemeinderat beschloss deshalb, die vorhandenen Grundlagen umfassend überprüfen, bereinigen und aktualisieren zu lassen.
Dabei zeigte sich eine erfreuliche Entwicklung: In Turbenthal sind nicht wie bisher erfasst 13, sondern bereits 23 Wärmeverbunde in Betrieb. Die Überarbeitung macht damit sichtbar, wie stark sich die gemeinschaftliche und erneuerbare Wärmeversorgung in der Gemeinde in den vergangenen Jahren entwickelt hat.
Die aktualisierte Energieplanung bildet eine wichtige Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Energieversorgung in Turbenthal. Im Zentrum steht insbesondere die Wärmeversorgung. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien weiter zu erhöhen, fossile Heizsysteme schrittweise zu ersetzen und gleichzeitig den Energieverbrauch zu reduzieren.
Wärmeversorgung wird weiter ausgebaut
Per Ende 2025 sind in der Gemeinde Turbenthal 23 Wärmeverbunde in Betrieb. Ein weiterer Wärmeverbund im Gebiet Boller-Winkler ist in Planung. Die Projekte «Eskimo Grundwasser» und «WERK 2» befinden sich derzeit in Prüfung. Zudem ist beim bestehenden Wärmeverbund Schloss eine bedeutende Erweiterung vorgesehen.
Damit ist ein grosser Teil des Potenzials für eine zentrale und erneuerbare Wärmeversorgung bereits erschlossen oder befindet sich in Entwicklung.
Die Energieplanung zeigt auf, wie die Wärmeversorgung bis 2050 weitgehend auf erneuerbare Energien umgestellt werden kann. Neben dem weiteren Ausbau von Wärmeverbunden berücksichtigt sie auch dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen und Solaranlagen. So dient sie der Gemeinde, den Energieversorgungsunternehmen sowie den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern als wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlage.
Verlässliche Daten für zukünftige Entscheidungen
Im Rahmen der Überarbeitung wurden auch veraltete und fehlerhafte Angaben im Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) korrigiert und aktualisiert. Die Bereinigung erfolgte gemäss den Vorgaben des Kantons Zürich.
Dadurch konnten Unstimmigkeiten reduziert, veraltete Einträge angepasst und die Qualität der Datengrundlage insgesamt deutlich verbessert werden. Die aktualisierten Informationen ermöglichen verlässlichere Auswertungen und schaffen eine solide Basis für zukünftige Planungen und politische Entscheidungen.
Sämtliche Daten wurden zudem in das neue kantonale Geodatenmodell überführt. Die kommunale Energieplanung kann dadurch übersichtlich im kantonalen GIS dargestellt werden. Sie zeigt unter anderem, welche Gebiete bereits durch Wärmeverbunde erschlossen sind, wo weitere Entwicklungen vorgesehen sind und welche erneuerbaren Energieträger künftig genutzt werden können.
Unterstützung durch den Kanton Zürich
Der Kanton Zürich unterstützt und fördert die Gemeinden bei der Aktualisierung ihrer Energieplanungen und der Bereinigung der GWR-Daten. An den Gesamtkosten der Arbeiten für die Gemeinde Turbenthal beteiligte sich der Kanton mit 50 Prozent.
Die fachliche Ausarbeitung der Energieplanung sowie die umfassende Überarbeitung der GWR-Daten wurden von der Brandes Energie AG durchgeführt. Die aktualisierte Planung wurde vom Kanton geprüft und am 9. Juli 2026 ohne Beanstandungen genehmigt.
Mit der neuen Energieplanung verfügt die Gemeinde Turbenthal über eine aktuelle, verlässliche und übersichtlich dargestellte Grundlage für die nachhaltige Entwicklung ihrer Energie- und Wärmeversorgung bis 2050.
Die aktualisierte Energieplanung der Gemeinde Turbenthal ist im kantonalen GIS einsehbar.
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